Meine Lieblingsstadt im Süden: Florenz

 

Im zehnten Teil der Serie „Meine Lieblingsstadt im Süden“ entführt dich Ilona vom Reiseblog Wandernd nach Florenz, die Hauptstadt der Toskana. Darin verrät sie unter anderem, was die größte Touristenfalle ist und warum es sich lohnt, eine ganze Woche in Florenz zu bleiben. Auch ich bin bei meinem Kurztrip nach Florenz in diese Touristenfalle getappt. Ilona hat mich mit ihrem Beitrag überzeugt, Florenz nochmal eine Chance zu geben.

1. Wie heißt deine Lieblingsstadt im Süden und wo liegt sie?

Ausblick Piazzale Michelangelo
Blick auf Florenz vom Piazzale Michelangelo

Meine Lieblingsstadt im Süden ist eindeutig Florenz in der Toskana (Italien). Natürlich gibt es viele großartige Städte in Italien, aber Florenz hat einen besonderen Platz in meinem Herzen.

2. Was schätzt du besonders an deiner Lieblingsstadt?

Meine Liebe zu Florenz ist zumindest zum Teil nostalgischer Art.

Anders als andere verbrachte meine Familie nie die Ferien in Italien, nur einmal waren wir in Südtirol. Um weiter südlich zu kommen, musste ich bis zu meiner Abi-Studienfahrt warten, die wir in der Toskana verbrachten. Florenz war also sozusagen mein erster richtiger Kontakt mit Italien – und da war es sehr schnell um mich geschehen.

Nach meinem Studium verbrachte ich dann einen Monat in Florenz, um Italienisch zu lernen – ein sehr prägendes Erlebnis.

Seither habe ich Florenz noch zwei Mal besucht und ich werde sicher noch öfter hinfahren.

Ich liebe an Florenz die Menge an Kunst- und Baudenkmälern, die sich in dieser Stadt drängen.

Piazza della Signoria
Zahlreiche Denkmäler zieren die Stadt.

Man wird nie fertig, es gibt immer neues zu entdecken. Das Essen und der Wein sind großartig, die Atmosphäre gefällt mir und man kommt auch schnell von den rein touristischen Ecken weg. Obendrein ist Florenz wirklich leicht zu erreichen mit dem Zug und eignet sich auch für diejenigen, die ohne Auto reisen, als Ausgangsort, um die Toskana zu erkunden.

3. Welche Geheimtipps hast du für Florenz?

Wie ich schon sagte ist Florenz eine Stadt, in der man die Touristenströme relativ schnell hinter sich lassen kann – wie etwa auch in Venedig. Eigentlich muss man nur zwei Mal abbiegen und hat schon seine Ruhe.

Wirklich „geheim“ ist ja nichts mehr in diesen bekannten Städten, aber ich empfehle jedem, nicht nur bis zum Ponte Vecchio zu gehen, sondern darüber hinweg und von dort noch weiter. Oltr’arno nennt sich das Gebiet „jenseits des Arno“ und dort dünnen die Touristenströme sehr schnell aus. Zu entdecken gibt es aber auch dort noch genug – und obendrein auch tolle Lokale und Kneipen zum Essen gehen oder für den Aperitivo.

Auf meinem Blog findest du mehr Tipps für Florenz abseits der Touristen-Route.

4. Für wen ist ein Städtetrip nach Florenz empfehlenswert?

IMG_9608 Firenze blick auf Duomo
Blick auf den Dom

Für Kultur-, Kunst- und Geschichtsinteressierte auf jeden Fall. Es gibt so viel zu sehen: Kirchen und Museen – ein Traum für jeden Kulturreisenden.

Ob jemand, der damit gar nichts anfangen kann, in Florenz so glücklich wird, kann ich nicht sagen. Ich kann es mir nicht vorstellen, ehrlich gesagt.

5. Was möchtest du uns abschließend unbedingt noch über deine Lieblingsstadt im Süden mitteilen?

Eine Bitte: Lasst euch Zeit!

Meiner Meinung nach ist der größte – und häufigste – Fehler, den man in Florenz machen kann, es „auf der Durchreise“ zu besuchen oder einen Tagesausflug dorthin zu machen. Natürlich KANN man die Hauptsehenswürdigkeiten an einem Tag sehen, denn die Innenstadt von Florenz ist recht kompakt. Aber, hier kommt das große „Aber“:

Florenz ist eine sehr touristische Stadt. Vor den großen, bekannten Sehenswürdigkeiten – vor allem vor den Uffizien und dem Dom – drängen sich die Menschenmassen. Wer Florenz nur schnell zwischendurch besucht und die „Must-Dos“ abklappert, sieht und erlebt von dieser Stadt eigentlich nichts als lange Schlangen von Touristen, Souvenirverkäufer und womöglich Taschendiebe im Gedränge. Wer sich dagegen Zeit lässt – ich empfehle mindestens 4 Tage für die Stadt – der erlebt ein ganz anderes Florenz. Ein entspannteres, gemütlicheres.

2017 fuhr ich mit meiner Familie und einem Freund nach Florenz, um ihnen meine italienische Lieblingsstadt zu zeigen. Wir blieben insgesamt eine Woche. Hinterher erzählten sie mir, dass sie anfangs Bedenken hatten: Was sollten sie eine Woche lang in einer Stadt tun? Wird das nicht langweilig? Aber bereits nach den ersten Tagen waren sie dankbar, dass ich darauf gedrängt hatte, eine ganze Woche zu bleiben, weil sie bemerkten, dass sie Florenz erst so wirklich genießen und erleben konnten.

Giardino di Boboli
Giardino di Boboli

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Warst du schon mal in Florenz? Wenn ja, wie hat es dir gefallen? Hast du vielleicht noch weitere Tipps? Teile doch gerne diene Erfahrungen mit mir und meinen LeserInnen!


Meine Lieblingsstadt im Süden“ ist eine Gastbeitragsreihe hier auf dem Blog, bei der meine LeserInnen ihre Lieblingsstadt im Süden vorstellen können. Dabei ist es egal, ob diese in Europa liegt oder auf einem anderen Kontinent, Hauptsache sie versprüht südliches Flair, versetzt uns, vor allem zur kalten Jahreszeit, in wärmere Gefilde und lässt uns von Orten träumen, an denen wir jetzt gerne wären oder die wir gerne mal bereisen würden. Die Beiträge sollen dir somit auch als Reiseinspiration dienen.

Du möchtest auch gerne deine Lieblingsstadt im Süden vorstellen? Dann melde dich einfach per Mail bei mir!


Nachstehend findest zu eine Liste aller bisher veröffentlichen Beiträgen der Reihe „Meine Lieblingsstadt im Süden“:


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3 Kommentare zu „Meine Lieblingsstadt im Süden: Florenz

  1. Hallihallo, dem kann ich mich anschließen. Ich War letztes Jahr 3 Tage im Juli in Florenz weil eine Freundin unbedingt hin wollte. Bin einen Tag früh aufgestanden um die „Biggies“ ohne Tourimassen anzuschauen. Ansonsten ist man zackig aus den Massen raus wenn man statt Uffizien die Malereien in Santa Maria Novella, Ognissanti und Ssa Trinita anschaut. Nächste Woche bin ich in Barcelona… die Hauptreisezeit hab ich mir nicht ausgesucht, aber um die Ramblas und Sagrada Familia werden ich zur Stosszeit einen grossen Bogen machen 😊 die Tourimassen konzentrieren sich oft nur auf einen kleinen Teil der Stadt. War 1996 schon mal in Barcelona und fand die Leute super nett, konnte mich mit Französisch erstaunlich gut verständigen…

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  2. Ich freue mich, dass ich dabei sein durfte. Und natürlich freu ich mich, wenn ich dir Lust machen konnte, Florenz noch mal eine Chance zu geben.
    Tatsächlich weiß ich nicht, woher die weitverbreitete Idee kommt, Florenz könne man gut in einem Tag „mal so mitnehmen“. Bei Rom käme ja auch niemand auf diese Idee (naja, manche Leute schon…).
    Florenz braucht Zeit: Und dann ists wirklich schön 🙂

    Gefällt 1 Person

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