Korsika: Tipps für die Fährenüberfahrt

Es gibt mehrere Möglichkeiten, nach Korsika zu gelangen, die gängigste ist wohl per Fähre. Auch wir haben diese Option gewählt. 

Es gibt verschieden Routenmöglichkeiten sowie Anbieter. Wir haben uns auf www.directferries.de informiert und uns schließlich für folgende Optionen entschieden:

Hinfahrt:

Livorno – Bastia
Anbieter: Corsica Ferries
Dauer: ca. 4 Stunden
Preis pro Person: ca. 40 €

Rückfahrt:

Bastia – Genua
Anbieter: Moby
Dauer: ca. 10 Stunden (über Nacht)
Preis/Person mit Kabine: ca. 100 €

Wir waren prinzipiell mit beiden Anbietern zufrieden, allerdings hatten wir bei der Hinfahrt eine Verzögerung von ca. 5 Stunden. Das Mail, das angeblich am Vortag zur Information über die Verspätung ausgeschickt worden war, hatten wir nicht erhalten. Da wir somit erst vor Ort von diesem Umstand erfahren haben, erforschten wir spontan Livorno.

Auf der Fähre selbst gibt es Versorgungsmöglichkeiten, Decken, Spielautomaten u.v.m. Es gibt bezüglich Ausstattung, Bequemlichkeit etc. kaum Unterschiede zwischen den Fähren. Vermutlich sind die einzig bemerkenswerten Unterschiede Uhrzeit, Preis und Anbieter.

Bei der Hinfahrt werden wir von mehreren Seemöwen (Möwe Jonathan ist sicher darunter ;)) begleitet.

Das Schiff fährt ungefähr mit einer Geschwindigkeit von 42 km/h. An Deck ist es ziemlich windig. Je nach Kältempfindlichkeit empfiehlt es sich daher, eine lange Hose, einen Pullover und/oder eine Jacke anzuziehen bzw. mitzunehmen. Da dies unsere erste Überfahrt war, waren wir leider etwas unvorbereitet. Zum Glück mussten wir aber nicht allzu lange frieren: Es wurden Decken ausgeteilt. Nach drinnen zu gehen bringt leider auch wenig: Das Schiff ist klimatisiert.

Selbst einige Zeit nachdem die Sonne bereits untergegangen war, war noch ein heller Streifen am Horizont zu sehen.

Wer leicht seekrank wird, sollte vorab Reisetabletten nehmen. Anfangs ist das Schiff noch ziemlich ruhig, sobald es allerdings den Hafen verlassen hat und auf hoher See ist (nach ca. 1-2 Stunden), krängt und stampft es ziemlich.

Bei der Rückfahrt hatten wir eine Kabine. Wir haben zwar auch Leute gesehen, die ihr Nachtlager am Boden oder an Deck aufgeschlagen haben, wer dies allerdings nicht möchte, sollte eine Kabine reservieren (dies ist bei Buchung der Fähre anzugeben). Die Zuteilung der Kabinen erfährt man erst vor Ort.

Unser Kabine war mit einem kleinen Bad (Dusche, WC, Waschbecken) inkl. Hand- und Badetücher, Seife und Klopapier, einem Stockbett, einem kleinen Schreibtisch und einem offenen Kasten mit ein paar Kleiderbügeln ausgestattet.

Abschließend habe ich die Vor- und Nachteile der Fährenvariante für euch zusammengestellt:

Vorteile

Nachteile
eigenes Auto vor Ort anstrengend
keine bzw. weniger Gepäckbeschränkungen als im Flugzeug nicht (oder nur bedingt) geeignet für Seekranke
günstiger als fliegen dauert länger

Fazit: Besonders (aber nicht nur) für Kinder ein tolles Erlebnis. Wer allerdings leicht seekrank wird, sollte es sich gut überlegen bzw. auf jeden Fall Reisemedikamente mitnehmen.

4 Kommentare zu „Korsika: Tipps für die Fährenüberfahrt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s