10 praktische Tipps für die erste Korsikareise

Mit folgenden praktischen Tipps und Infos wird deine Korsikareise garantiert ein Erfolg.

1.     Nicht ohne (m)ein Auto

Ein Auto ist auf Korsika unumgänglich. Wir haben unser eigenes mitgebracht. Man kann aber selbstverständlich auch vor Ort ein Auto mieten.

2. Tipps und Infos für die Fährenüberfahrt

Wer eine Fährenüberfahrt plant und leicht friert, sollte unbedingt wärmere Kleidung mitbringen (Pulli, Jacke, lange Hose), da es sowohl an Deck als auch im Schiff drinnen (Klimaanlage) ziemlich frisch werden kann. Es gibt zwar Decken an Bord, diese haben mir beispielsweise aber nicht gereicht. Das Autodeck wird sehr rasch geräumt. Man sollte daher alles, was man an Bord benötigt, bereits vorab packen. Des Weiteren hat man während der Fahrt keinen Zutritt zum Auto. Eine Kabine ist meines Erachtens nur für eine Nachtüberfahrt empfehlenswert. Wer (dennoch) Geld sparen will und keine Kabine nehmen will, kann sein Nacht- bzw. Schlaflager auch im Schiff (z.B. am Boden oder auf den Sitzbänken oder an Deck) aufschlagen. Es gibt an Board übrigens u.a. Verpflegungsmöglichkeiten, einen Spielautomaten und einen kleinen Büchershop.

Wer leicht seekrank wird, sollte unbedingt Reisetabletten (mit)nehmen, da das Schiff, trotz seiner Größe, teilweise sehr stark krängt und stampft.

Weitere Tipps für die Fährenüberfahrt findest du übrigens hier.

3.    Ingwer gegen Reisekrankheit

Bei Reisekrankheit kann ich Ingwer-Reiselutschtabletten (z.B. von well&active) sowie die Neo-Emedyl-Dragees empfehlen; beides ohne Rezept erhältlich, ersteres beim Hofer, zweiteres in der Apotheke.

4.    Ein Navigationsgerät zahlt sich aus

Ein Navigationsgerät ist nervenschonend und daher sehr zu empfehlen. Tipp: Vorab prüfen, ob das Navi über eine Korsikakarte verfügt. Wir haben unser Navigationsgerät (Garmin 2011) vor der Reise noch mit einem Update (60 €) ausgestattet.

5.    Tankparadies Österreich

Von Österreich kommend empfiehlt es sich, ein letztes Mal kurz vor der Grenze zu tanken (z.B. beim Dreiländereck), da das Tanken in Norditalien horrende teuer ist (ab ca. 1,55 € pro Liter) – noch teurer als auf Korsika.

Die Dichte an Tankstellen auf Korsika entspricht in etwa den mitteleuropäischen Standards. Es gibt alle paar Kilometer eine Tankstelle, selbst in sehr kleinen Ortschaften. Das Tanken ist um einiges teurer als in Österreich, die Preise variieren und reichen von 1,41 € pro Liter bis 1,48 € (für Super 95).

6. Parlez-vous français?

Sehr oft wurde mir während meiner Korsikareise (zunächst) auf Englisch geantwortet.
Inwieweit die Korsen der englischen Sprache jedoch wirklich mächtig sind, kann ich nicht beurteilen, da ich hartnäckig auf Französisch weitergesprochen habe. Meiner Interpretation zufolge wollten Sie mir entgegenkommen, da sie wahrscheinlich glaubten, mein Französisch reiche nur für die Begrüßung und Bestellung aus.
Entgehen der gängigen Tipps, man solle doch vor dem Korsikaurlaub unbedingt ein paar Worte Französisch lernen bzw. sein Französisch auffrischen, da das sehr gut ankomme, kann ich nicht bestätigen. Nur sehr wenige waren begeistert, dass ich der französischen Sprache mächtig bin. Anders als am Festland, kann man hier vermutlich als Touristin nur mit Korsisch beeindrucken. 😉 Dass es natürlich dennoch hilfreich ist, Französisch zu können, streite ich keinesfalls ab. In einigen Restaurants gab es aber zum Beispiel auch englische Speisekarten (einmal sogar eine deutsche) und im Hotel konnten sie auch jeweils englisch (einer sogar deutsch).

7.        Das richtige Schuhwerk wählen

Wer eine Flusswanderung plant, sollte unbedingt mit Wasserschuhen ausgestattet sein, da das Gehen auf den Steinen sehr unangenehm sein kann. Auch sonst waren sie sehr nützlich, z.B. auf den kleinen Wanderpfaden, die zu den Stränden führten. Man kann zwar dort auch mit Flip Flops gehen, das ist aber eher mühsam und unangenehm, da der Sand sehr heiß werden kann. Die Wasserschuhe bekommt man auch auf Korsika, z.B. im Supermarkt für ca. 10 €. Des Weiteren werden sie auch bei einigen Souvenirshops angeboten, allerdings sind sie dort ein bisschen teurer (ca. 13 €).

Für Wanderungen empfehle ich festes Schuhwerk. Wir haben zwar auch Leute mit Flip Flops wandern sehen, davon würde ich aber absolut abraten. Die Wege sind teilweise sehr felsig (siehe z.B. hier) und ohne Bodenhaftung kann das sehr gefährlich werden.

8.        Je bekannter der Strand, desto überfüllter

Im Sommer sind die bekanntesten Strände (z.B. Palombaggia und Santa Giulia) hoffnungslos überfüllt. Wer es also gerne ruhiger hat, sollte auf unbekanntere ausweichen (z.B. Lavu Santu).

9.    Achtung Parkgebühr!

Auf Korsika ist fast nichts gratis, so muss man auch fürs Parken fast überall zahlen (auch an manchen Stränden, z.B. Santa Giulia). Die Preisunterschiede können allerdings stark variieren. So kostet das Parken am Hafen mehr als in der Stadt (Preisvariation von 0,50 bis 2,50 € pro angefangener Viertelstunde!). Ab 21 Uhr ist das Parken überall gratis.

10.      Eincremen, eincremen, eincremen

Die Sonne ist hier (im Sommer) ziemlich stark und ein Sonnenschutzfaktor von 30 ist auf jeden Fall empfehlenswert. Auch dann sollte man sich allerdings mehrmals täglich eincremen. Wir sind braungebrannt, aber ohne Sonnenbrand zurückgekehrt. 🙂

Für Fragen, Tipps und Anregungen nutze bitte einfach die Kommentarfunktion. Ich freue mich über jede Nachricht!

13 Kommentare zu „10 praktische Tipps für die erste Korsikareise

  1. Ich war noch nie auf Korsika und hatte mir dementsprechend bisher auch keine Gedanken darüber gemacht. Deine Tipps geben aber einen tollen Überblick; ich habe das Gefühl gleich viel mehr zu wissen! Vor allem den Trick mit den Ingwer-Lutschtabletten finde ich aufgrund meiner Tendenz zu Reiseübelkeit sehr hilfreich, vielen Dank 🙂

    Alles Liebe,
    Elisa von https://joursmobil.com

    Gefällt 1 Person

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