Korsika: Flusswandern durchs Fangotal

Nachdem ich eine gefühlte Ewigkeit zwischen Tavignanotal und Fangotal geschwankt bin, habe ich mich schlussendlich für einen Ausflug ins Fangotal entschieden. Auch diese Entscheidung war rein praktischer Natur, da sich dieser Ausflug besser mit den Calanche verbinden ließ und wir eine Besichtigung der Stadt Corte (von der aus Wanderungen ins Tavignanotal führen) bereits für die Durchreise von Calvi nach Porto-Vecchio geplant hatten. 

Ausgangspunkt der Wanderung bildet die Ponte Vecchio (dt. alte Brücke) in Galéria.

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Ausgangspunkt der Wanderung: Ponte Vecchiu

Wir haben Anfang Juli und es ist sehr heiß. Unter der Brücke erfrischen sich bereits einige in den Badegumpen.

Der Wanderweg führt oberhalb des Flusses entlang und man kann stellenweise die Badenden von oben aus sehen. Am Wanderweg selbst kommen uns selten Leute entgegen. Die meisten befinden sich unten am oder im Fluss. In der Hoffnung, irgendwo noch ein einsames Plätzchen zu ergattern, gehen wir immer weiter – leider vergebens. Alle guten Bademöglichkeiten sind bereits besetzt. Letztlich wandern wir bis zur Brücke Tivarelli (ca. 4 km), ohne uns auch nur ein Mal abgekühlt zu haben. Das hatte ich mir, ehrlich gesagt, anders vorgestellt. Okay, vielleicht hätten wir auch über unseren Schatten springen und eine der raren Badestellen mit den anderen genießen sollen.

Das Wasser ist wunderbar klar. An manchen Stellen ist der Fango recht seicht, an anderen hingegen ziemlich tief.

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Glasklares Wasser

Der Fluss ist übrigens, entgegen der Reiseberichte, die ich vorab gelesen habe, keineswegs immer sichtbar, geschweige denn jederzeit begehbar (zumindest nicht von unserem Wanderpfad aus).

Man kann auch direkt am Fluss unten wandern, wobei wir nicht sehen konnten, ob man dabei trocken bleibt.

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Das Fangotal

Am Rückweg ergattern wir doch noch ein einsames Badeplätzchen und können uns endlich abkühlen.

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Unser Badeplätzchen

Leider haben wir (noch) keine Wasserschuhe. Diese würde ich aber auf jeden Fall für diese Wanderung empfehlen, da das Gehen auf den Steinen unten am und ins Wasser sehr unangenehm ist. Der Fluss könnte, meines Erachtens, kühler sein, ist aber dennoch eine Abkühlung.

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Tolles Farbenspiel

Fazit

Im Juli ist der Andrang hier recht groß und man findet nur schwer ein einsames, ruhiges Badeplätzchen. Da ich die Alternativen, das Tavignanotal und das Restonicatal, allerdings nicht selbst besichtigt habe, weiß ich nicht, ob es dort besser, schöner etc. gewesen wäre. Fest steht jedenfalls: Eine Flusswanderung gehört zum Korsikabesuch einfach dazu. 🙂

Praktische Tipps

Anfahrt: Die schnelle Variante (ca. 35 Minuten) führt auf der D81 übers Hinterland von Calvi in Richtung Galéria. Man fährt allerdings nicht in die Stadt rein, sondern fährt bei der Abzweigung, bei der es rechts nach Galéria geht, links Richtung Manso. Die Brücke befindet sich von dieser Richtung kommend auf der linken Seite. Man kann sie von der Straße aus bereits sehen und daher nicht verpassen.

Wir entscheiden uns allerdings für die Küstenstraße (D81b), auf der man zwar sicher doppelt so lange braucht (ca. 1 Stunde), die allerdings eine schönere Landschaft bietet.

Parkmöglichkeit: beim Restaurant Grill Ponte Vecchiu

Ausgangspunkt der Wanderung: Ponte Vecchio, Lieu-dit Fango, 20245 Galéria (unser Navigationsgerät fand diese Adresse allerdings nicht)

Dauer: Halbtages- bis Tagesausflug (je nachdem, wie weit man wandern bzw. wie lange man baden möchte)

Strecke (bis zur Tivarelli-Brücke und retour): ca. 8 km

3 Kommentare zu „Korsika: Flusswandern durchs Fangotal

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