Wandern in Niederösterreich: Aufstieg zum Göller (1.766 m)

Der Göller ist ein 1.766 Meter hoher Berg in den Mürzsteger Alpen im Mostviertel (Niederösterreich). Meist ist von ihm im Doppelpack die Rede und zwar zusammen mit seinem „Zwillingsbruder“, dem Nachbargipfel Gippel (1.669 m), der ebenfalls noch auf meiner Liste steht.

Wanderung vom Gscheid Kircherl zum Göller

Bei der heutigen Tour dreht sich jedoch alles um den Göller. Auf Bergfex finden wir mehrere mögliche Aufstiege, wir entscheiden uns für die Wanderung ab Gscheid.

Anreise und Ausgangspunkt

Marienkirche in Gscheid

Die Anfahrt ist genauso wenig zu verfehlen wie der Aufstieg: einfach nach der Ortschaft Kernhof (wo sich übrigens auch das Kameltheater befindet) der Straße weiter folgen, bis du auf der rechten Straßenseite auf einem kleinen Hügel ein Kirchlein thronen siehst, das Gscheid Kircherl. Genau gegenüber befindet sich der Parkplatz sowie der Startpunkt der Wanderung Richtung Göllergipfel.

Ab hier führt nur ein Weg hinauf. Es gibt keine Abzweigungen und man kann sich daher auch nicht verlaufen.

ACHTUNG: Die Göllerhütte hat nur am Wochenende geöffnet!

Ab Wien musst du, je nach Verkehrslage, etwa 2 Autostunden pro Richtung einplanen.

Wem das für einen Tag zu weit ist, der kann beispielsweise beim Gschoadwirt übernachten.

Eckdaten der Bergtour Gscheid – Göller – Gscheid

Start- und Enpunkt:Kirchlein Maria am Gscheid, Gutensteiner Str. 31, 3195 Gscheid
Parken:kostenlos gegenüber vom Gscheid Kircherl
Schwierigkeitsgradmittel
Höhenmeter:ca. 815 m
Länge (gesamt):ca. 14 km
Streckencharakteristik:Relativ einfache und dennoch aussichtsreiche Wanderung, das letzte Stück ist sehr steil, Trittsicherheit und gute Grundkondition erforderlich
Dauer (gesamt):ca. 5,5 Stunden (mit Pausen, etwa 2h45 rauf und 2h runter)
Einkehrmöglichkeit:keine Hütten am Weg und Gipfel! Am Wochenende Einkehr in der Göllerhütte möglich (ab Gipfelkreuz noch etwa 45 Minuten)

Die Wanderung zum Göller im Detail

Der erste Teil der Tour führt zunächst auf einem Waldweg sehr gemütlich und fast nur eben dahin. Danach geht es etwa 3,5 Kilometer mit leichten Anstiegen weiter, ohne nennenswerte Besonderheiten. Da es tags zuvor geregnet hatte, war der Waldboden noch feucht und die Wurzeln etwas rutschig. Erst nach etwa 1,5 Stunden sind uns erste Ausblicke vergönnt.

Zwischenausblick

Wenig später gelangen wir zu einer Waldlichtung und sehen zum ersten Mal auch den Gipfel.

Waldlichtung
Wer genau schaut, kann sogar das Gipfelkreuz erkennen.
Ausblick genießen

Anschließend gelangen wir zu einem felsigeren Bereich, wo schon bald die Latschen den Wald ablösen. Das ist nun der schönste Teil der Wanderung – denn endlich erföffnen sich uns wunderbare Panoramablicke.

Der schönste Teil der Wanderung ist der letzte Abschnitt über den Latschenhang hinauf zum Gipfel.
Ich im Latschenfeld
Die wunderbare Aussicht genießen
Traumhafte Panoramablicke eröffnen sich uns bereits vor dem Gipfel.

Der Weg wird nun immer steiniger und auch zunehmend steiler. Am steilsten ist der letzte Abschnitt am Latschenhang hinauf bis zum Gipfel. Da machen wir nochmal ordentlich Höhenmeter – und drehen uns immer um, um die traumhafte Aussicht zu genießen und ein paar Impressionen festzuhalten.

Das letzte Stück zum Gipfel hat es in sich.

Nach etwa 2 Stunden und 45 Minuten erreichen wir das Gipfelkreuz. Oben angekommen gibt es erstmal eine ordentliche Stärkung sowie eine ausgiebige Rast. Von den tiefhängenden Wolken ist keine Spur mehr zu sehen und wir werden mit traumhaftem Wetter belohnt.

Da es direkt am Göller oben keine Hütte gibt – die nächste Hütte ist die Göllerhütte, vom Gipfekreuz etwa noch 45 Minuten–, genießen wir unser mitgebrachtes Lunchpaket.

Geschafft!

Wir sind sogar einige Zeit komplett alleine am Gipfel und genießen die Ruhe und das Panorama.

Da es am Göller sehr windig werden kann – auch wenn es unten im Tal heiß ist–, empfiehlt es sich, eine Weste, einen Pulli und/oder eine Wind-/Regenjacke dabei zu haben (Letztere sollte man beim Wandern ohnehin immer dabei haben).

Nach einer Weile kommen zwei Wanderer, mit denen wir uns kurz nett unterhalten und auf deren Tipp wir noch den Grat ein Stückchen entlanggehen, um einen Blick auf den Kleinen Göller zu werfen.

Blick zum Kleinen Göller

Wer diesen Weg übrigens weitergeht, gelangt zur Göllerhütte. Da wir an einem Wochentag hier sind und die Göllerhütte daher geschlossen hat, gehen wir jedoch nicht mehr weiter, sondern treten denselben Weg retour an.

Gut zu wissen: Es ist auch möglich, über den Kernhof abzusteigen (etwa 2h15 ab Gipfelkreuz), allerdings ist es dann bis zum Parkplatz doch noch ein ganzes Stück.

Beim Abstieg ist Vorsicht geboten! Sowohl das Geröll als auch die Wurzeln im Wald können – vor allem bei Regen bzw. Nässe – sehr rutschig werden. Du kannst dir zur Unterstützung Wanderstöcke mitnehmen. Wir hatten keine dabei. Es ist also auch ohne schaffbar.

Wieder beim Parkplatz angekommen, haben wir beschlossen, noch einen kurzen Stopp auf dem Heimweg einzulegen und sind spontan im Gasthof Gschoadwirt in Kernhof eingekehrt. Sehr zu empfehlen!

Gut zu wissen: Auch der Traisentaler Rundwanderweg führt über den Göller.

Fazit

Eine wunderschöne Wanderung mit herrlichen Panoramablicken! Da nur ein Weg hinaufführt, kann man diesen nicht verfehlen und sich auch nicht verlaufen. Von den Anforderungen her ist diese Tour nicht sonderlich schwierig, dennoch sind gute Kondition und Trittsicherheit erforderlich.

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3 Kommentare zu „Wandern in Niederösterreich: Aufstieg zum Göller (1.766 m)

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