Alpine Wanderung auf die Rax (2.007 m)

Ob bequem mit der Seilbahn bis zur Bergstation oder über den Törlweg bis zum Ottohaus: Viele Wege führen – auf die Rax! Die wohl schönste und aussichtsreichste Tour ist jedoch die Wanderung über den Altenbergersteig auf der Südseite der Rax – ohne Klettereinlagen, mit fantastischen Panoramablicken und fast garantierter Einsamkeit.

Anreise und Ausgangspunkt

Ausgangspunkt der heutigen Tour ist beim Gasthaus Moassa

Der Ausgangspunkt befindet sich beim Almgasthof Moassa in Kapellen im Naturpark Mürzer Oberland in der Steiermark. Von Wien aus haben wir etwa 1,5 Stunden mit dem Auto gebraucht und konnten direkt beim Gasthaus kostenlos parken.

Eine öffentliche Anreise ist zwar prinzipiell möglich, jedoch etwas umständlich – mittles Zug, Bus und dann noch zu Fuß bzw. per Taxi weiter. Nähere Infos dazu: naturparktaxi, Verkehrsauskunft Verbundlinie

Gut zu wissen: Wichtig zu erwähnen ist, dass es sich bei der Straße zum Gasthof um eine Privatstraße handelt, die nicht immer geöffnet ist (siehe Foto unterhalb).

Achtung: Die Straße ist nicht immer geöffnet!

Vom Gasthof Moassa führen mehrere Wanderwege weg, darunter auch unsere heutige Tour auf die Heukuppe. Dabei gibt es zwei Varianten (eine rote und eine schwarze Wanderung): Die anspruchsvollere und als „schwarz“ gekennzeichnete führt über den Fuchslochsteig und ist mit einer kleinen Klettereinlage, die andere über den Altenbergersteig (ist aber ebenfalls nicht unanstrengend). Wir haben wetterbedingt schlussendlich die letztere gewählt (Details dazu siehe weiter unten).

Eckdaten der Wandertour „Über den Altenbergersteig auf die Rax“

Ausgangspunkt:Almgasthof Moassa, Kohlbachgraben 16, 8691 Kapellen
Endpunkt:Almgasthof Moassa, Kohlbachgraben 16, 8691 Kapellen
tiefster / höchster Punkt:1.166 m / 2.007 m
Höhenmeter:ca. 950 m
Länge:ca. 11,35 km
Gehzeit:ca. 4,5 Stunden
Schwierigkeitsgrad:mittel
Streckencharakteristik:ab Karreralm bis zur Heukuppe sehr steil, Trittsicherheit und gute Kondition erforderlich, herrliche Panoramablicke
Einkehrmöglichkeit:KEINE am Weg, aber jeweils am Ziel: Gasthaus Moassa, Karl Ludwig Haus
Ausrüstung:Regenschutz, feste Wanderschuhe, Trinkflasche (mind. 1 Liter), ev. lange Hose/Pullover für oben (kann auch im Sommer ganz schön frisch werden), Lunchpaket

Die Wanderung im Detail

Ob es wohl ein gutes Omen ist, dass die Zeitangabe schon nicht mehr lesbar ist?

Die Tour startet, wie bereits erwähnt, direkt beim Gasthaus. Ursprünglich hatten wir die Wanderung über den Fuchslochsteig geplant, deren erster Streckenteil ident mit dem Weg über den Altenbergersteig ist.

Leider war der Wettergott jedoch nicht auf unserer Seite und es sah ziemlich neblig aus. Wir gingen dennoch mal weiter, in der Hoffnung, es würde noch aufreißen.

Nach etwa einer Stunde haben wir diese nette kleine Hütte erreicht, wo wir eine kurze Trink- und Snackpause einlegten.

Kurze Rast und Stärkung bei dieser unbewirtschafteten (und namenlosen) Hütte

Anschließend gingen wir weiter Richtung Fuchslochsteig, jedoch warfen wir einander abwechselnd skeptische Blicke zu, da die Wolken wirklich sehr tief hangen und der Weg für uns nicht eindeutig erkenn- oder sichtbar war. Da wir den Weg zudem beide noch nie zuvor gegangen sind, fiel eine Einschätzung schwer.

Am Weg Richtung Fuchslochsteig
Weitergehen oder umdrehen? Das ist hier die Frage!

Aufgrund des Wetters und auf Anraten der Wirtin vom Gasthof Moassa, die uns eindringlich bei Nebel und Schlechtwetter von der Tour über den Fuchslochsteig abgeraten hatte, haben wir aus Sicherheitsgründen schlussendlich umgedreht und sind ihrem Rat gefolgt und haben auf den Altenbergersteig gewechselt.

Die Karreralm

Wieder retour bei der Karreralm, wo sich die Wegkreuzung Altenbergerseteig/Fuchslochsteig befindet, wurden wir, sehr zu unserer Überraschung, mit wunderbarem Wetter belohnt!

Achtung: Die Karreralm ist unbewirtschaftet!

Wegkreuzung – links Altenbergersteig, rechts Fuchslochsteig
Achtsam wandern und Details am Weg entdecken
Schnecken können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen.

Der Weg über den Altenbergersteig erweist sich als echter Glücksgriff. Wir werden fast während des gesamten Aufstiegs bis zur Heukuppe mit wunderbaren Panoramablicken sowie fantastischem Wetter belohnt.

Der Weg ist durchgehend gut markiert. Man kann sich daher nicht verlaufen.

Die 3 Zinnen?
Zwar ohne Klettereinlage, aber dennoch nicht unanstrengend
Wunderbare Aussichten

Oben angekommen zog das Wetter leider wieder zu. Während ich mich in Wien beim Packen meines Rucksackes noch belächelt hatte, war ich nun froh, eine lange Hose, eine Regenjacke sowie eine Fleeceweste dabei gehabt zu haben.

Wir hielten unsere Rast daher eher kurz und hielten den wunderbaren Tag mit einem Foto fest.

Geschafft!

Tipp: Unbedingt – vor allem an heißen Sommertagen – genug Wasser zum Trinken mitnehmen! Auch ein Lunchpaket kann ich sehr empfehlen, da es am Weg keine Einkehrmöglichkeit gibt und es ab der Heukuppe nochmal etwa zum Karl-Ludwig-Haus (also insgesamt gute 3,5 Stunden ohne Pause) sind.

Da das Wetter nicht sehr einladend war, entschieden wir uns, nach einer kurzen Stärkung denselben Weg wieder retour zu gehen und nicht mehr, wie ursprünglich kurz angedacht, zum Karl-Ludwig-Haus.

Gut zu wissen: Oben auf der Heukuppe kann es sehr windig und kalt werden, selbst wenn es in Wien/Tal 30 Grad hat.

Fazit

Eine wunderbare Tour, die ich absolut empfehlen kann! Wir waren die meiste Zeit komplett alleine unterwegs und haben insgesamt nur eine Hand voll Menschen getroffen.

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2 Kommentare zu „Alpine Wanderung auf die Rax (2.007 m)

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