Typisch Hamburg!

Eiiigentlich war ja für heute, anlässlich des Welttourismustages, ein Beitrag zum Thema „Massentourismus und Nachhaltigkeit“ geplant, aaaber – okay, ich gebe es zu – ich hab’s einfach verpeilt. Nun müsst ihr mit diesem Beitrag vorliebnehmen. 😀 

Um das Thema dennoch nicht ganz unter den Teppich zu kehren, empfehle ich euch exemplarisch folgende 2 Lektüren, die mich nachdenklich gestimmt haben:

Da mich das Thema in letzter Zeit sehr beschäftigt, werde ich bestimmt noch einen Beitrag dazu verfassen.

Nun zum heutigen Beitrag: Nachstehend habe ich in 12 Punkten zusammengestellt, was ich mit Hamburg verbinde bzw. was typisch für Hamburg ist:

 

1.) Moin, moin

Die Grußformel „Moin, Moin“ kennt wohl jeder, aber woher stammt sie eigentlich? Moin stammt von dem plattdeutschen Wort „moi“, was „gut, schön“ bedeutet. Ursprünglich wünschte man einander einen „Mooien Dag“, also einen „schönen Tag“. Der „Tag“ wurde allerdings im Laufe der Zeit verschluckt und somit auf „Moin“ verkürzt. Und weil man sich nicht nur einen schönen Tag wünschte, sondern auch einen schönen Morgen und einen schönen Abend, gilt der Gruß heute zu jeder Tages- und Nachtzeit. 🙂

 

2.) Schnötern, schnacken, luschern

Hamburgisch für Anfänger

Hä? Ich brauche erstmal einen Dolmetscher! 😀 Okay, das Wort „schnacken“ kannte ich schon. Das bedeutet „quatschen, plaudern“Aber schnötern? Das steht nicht mal im Duden! Gott sei Dank lassen mich die HamburgerInnen nicht dumm sterben und erklären mir, dass schnötern ein Synonym von schnacken ist. Und luschern bedeutet „gucken. Tja, man lernt auch in seiner Muttersprache nie aus. 🙂

 

3.) Hummel, Hummel – Mors, Mors

Der Ausspruch „Hummel, Hummel – Mors, Mors“ geht auf den Hamburger Wasserträger Johann Wilhelm Bentz, einem griesgrämigen Mann, zurück. Beim Verrichten seiner Arbeit wurde er von Kindern auf der Straße mit dem Zuruf „Hummel, Hummel“ (eigentlich ein Spitzname für einen ungeliebten Gerichtsdiener) geneckt.  Daraufhin entgegnete er „Mors, Mors!“, das plattdeutsche Wort für Hintern.

 

4.) Distanziert, humorlos und unterkühlt?

Von wegen! Wir treffen hier auf sehr herzliche, aufgeschlossene und humorvolle Menschen. Mehrmals wird uns Hilfe angeboten (wir sahen wohl etwas orientierungslos aus :D) und ein Radfahrer hat mir sogar ins Foto gewunken. Hier der Beweis:

Version 2

Also mein Herz haben die HamburgerInnen jedenfalls erobert. ❤

 

5.) Schietwetter

Schietwetter bedeutet nichts anderes als „Scheißwetter“. Hamburg soll ja dafür bekannt sein. Wir bleiben jedoch während unseres Aufenthalts von so richtigem Schietwetter zum Glück verschont. Regenjacke und -schirm sollte man dennoch immer dabei haben – denn man weiß hier nie.

 

6.) Europäische Brückenhauptstadt

Speicherstadt Hamburg_europäische Brückenhauptstadt.jpg

Mit 2.500 Stück hat Hamburg mehr Brücken als jede andere europäische Stadt und steht damit sogar im Guiness-Buch der Rekorde. Gefolgt wird sie übrigens – wer hätte das gedacht – von Wien. In der österreichischen Hauptstadt kann man über 1.716 Brücken gehen. Amsterdam belegt mit 1.281 Brücken den dritten Platz. Zum Vergleich: In Venedig gibt es ca. 435 Brücken.

 

7.) Labskaus

„Labskaus ist ein Kartoffelgericht mit gepökeltem Rindfleisch und sieht aus wie Erbrochenes“, erklärt man mir. Eine Spezialität, die niemand von uns zu kosten wagte.

 

8.) Franzbrötchen 

Wer in Hamburg ist, kommt um diese kulinarische Spezialität nicht umhin. Sofern man Zimt mag, sollte man diese unbedingt probieren. Franzbrötchen bekommt man (fast) ausschließlich im Großraum Hamburg. 🙂 (Geschmacklich ähnelt es der Zimtschnecke. ;)) Ich habe natürlich ein Franzbrötchen probiert, aber ich habe es leider verabsäumt, ein Foto davon zu machen.

 

9.) Radfahrer 

Radfahrerin_Hamburg_Fahrradhauptstadt Hamburg.jpg

Wer glaubt, in Amsterdam regieren die RadfahrerInnen, war noch nie in Hamburg. Hier fahren die RadfahrerInnen nicht nur auf den Radwegen, sondern auch auf den Gehsteigen. Und zwar ü-b-e-r-a-l-l.

 

10.) Der Hafen und seine Schiffe

Typisch Hamburg_Schiffe_Hafen

Untrennbar mit Hamburg verbunden ist natürlich der Hafen mit seinen Schiffen (darunter das Museumsschiff Rickmer Rickmers). Zudem findet man hier eines der größten Schifffahrtsmuseen der Welt, das Internationale Maritime Museum. Des Weiteren gehört eine Hafenrundfahrt, zumindest beim ersten Mal, zum Pflichtprogramm. 🙂

 

11.) Wasser

Was ich persönlich sehr mag: Man ist in Hamburg nie weit vom Wasser entfernt. Insgesamt 8 Prozent nehmen die Wasserflächen ein (zum Vergleich: Wien besteht zu 4,7 Prozent aus Wasser.) Neben Elbe und Alster laden auch die schönen Parkseen zu einem Spaziergang ein. 🙂

Hamburg_Binnenalster_Springbrunnen_Regenbogen

 

Und last, but not least:

 

12.) Helmut Schmidt

Untrennbar mit Hamburg verbunden ist natürlich auch der 2015 verstorbene Altbundeskanzler Helmut Schmidt, der bis zu seinem Tod unweit des Flughafens in Langenhorn wohnte. Seit Ende letzten Jahres (2016) trägt der Flughafen zudem den Zusatznamen „Helmut Schmidt“.

 

Und nun bin ich neugierig, was du mit Hamburg verbindest. Also lass es mich doch gerne in den Kommentaren wissen. 🙂

 


 

Nachtrag: Dieser Beitrag hat an der Blogparade #sonntagsglück von Soulsister meets friends teilgenommen.

10 Kommentare zu „Typisch Hamburg!

    1. Vielen lieben Dank für dein Feedback! Das freut mich sehr! Ich war zwar erst ein Mal an der Nordsee, aber es war Liebe auf den ersten Blick! ❤ Es war so unglaublich schön dort! Muss echt bald mal wieder hin. 🙂
      Und das mit den Begriffen stimmt. Also, erfolgreiches Schnacken mit den Friesen. 😉
      Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende
      Julie

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    1. Oh, danke schön!
      Da stimme ich dir absolut zu! Ich war jetzt das zweite Mal in HH und es war bestimmt nicht mein letztes Mal. 🙂 Es gibt immer noch einiges dort für mich zu entdecken. 🙂
      Liebe Grüße
      Julie

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  1. Ha, und nun noch Hamburg… Viele schöne Fotos, vor allem auch die Nachtaufnahmen! Eben gerade von Hamburg zurückgekehrt, schaue ich natürlich besonders gerne. Am besten hat mir der Hafen mit den Landungsbrücken gefallen. Die Hafenfahrten sind wirklich super und sehr imposant, ich habe gleich zwei gemacht 🙂 Liebe Grüsse, Miuh

    Gefällt 1 Person

    1. Oh, vielen lieben Dank! Das freut mich sehr! Gerade die Nachtaufnahmen waren ja doch eine Herausforderung. 🙂
      Hehe. Da stimme ich dir absolut zu: Hafenrundfahrten kann man mehrere machen. Die sind echt toll. 🙂
      Liebe Grüße
      Julia

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