Malta: Lohnt sich ein Ausflug nach Comino?

Comino ist die kleinste der drei bewohnten Inseln des maltesischen Archipels und liegt zwischen der Hauptinsel Malta und Gozo. Der Name Comino stammt vom maltesischen Wort Kemmuna (deutsch für Kümmel) ab und geht auf das Mittelalter zurück, als dort Kümmel angebaut wurde.

Die Insel ist ausschließlich per Fähre erreichbar. Bekannt ist das Eiland vor allem durch die Blaue Lagune, die insbesondere im Sommer viele Menschen zum Baden, Schnorcheln und Tauchen anlockt. Lohnt sich ein Ausflug aber auch im Winter? Und welche Sehenswürdigkeiten gibt es auf Comino? Das sind Fragen, mit denen man sich im Zuge der Malta-Reiseplanung zwangsläufig beschäftigt. Antworten findest du in diesem Beitrag.

Hier ein kurzer Überblick, was dich in diesem Artikel erwartet:

  • Ausflug nach Comino – Epic Fail oder Naturparadies?
    • Anreise nach Comino
    • Sehenswürdigkeiten auf Comino / Was tun auf Comino?
    • Essen auf Comino
    • Übernachten auf Comino
    • Beste Reisezeit für Comino
    • Wie viel Zeit sollte man für Comino einplanen?
  • Fazit: Lohnt sich ein Ausflug nach Comino?

Malta: Lohnt sich ein Ausflug nach Comino?

Anreise nach Comino

Ausflug nach Comino - Überfahrt per Fähre
Die Fähre bringt dich in 15 Minuten von Gozo nach Comino.

Um nach Comino zu gelangen, musst du eine der Personenfähren, entweder von Cirkewwa, Marfa oder von Gozo aus, nehmen. Wir sind von Gozo aus gestartet. Die Überfahrt dauert nur etwa 15 Minuten. Die Boote starten jeweils im Hafen von Mgarr. Die Tickets kannst du entweder direkt vor Ort kaufen oder online.

Gut zu wissen: Auf Comino gibt es keine klassischen Restaurants, Cafés, Geschäfte oder Verkehrsmittel. Die Insel ist wirklich sehr klein (3,5 km²) und du kannst dort alles zu Fuß gehen.

Bei der Ankunft in der Blauen Lagune (Blue Lagoon) wirst du von wunderschönem türkisfarbenem Wasser sowie 2 Kiosken, die unter anderem Snacks, Getränke, Eis und Cocktails anbieten, begrüßt.

So leer sieht man die Blaue Lagune selten.
Einzige Einkehrmöglichkeit auf Comino: ein Kiosk direkt bei der Blauen Lagune

Sehenswürdigkeiten auf Comino

Die Hauptattraktion auf Comino ist die Blaue Lagune.

Die Hauptattraktion auf Comino: die Blaue Lagune

Im Sommer dient Comino hauptsächlich zum Schwimmen, Baden, Tauchen und Entspannen, im Winter kannst du den 7 Kilometer langen Rundweg (Comino Walk) gehen. Dabei kommt man an allen „Sehenswürdigkeiten“ der Insel vorbei:

  • dem St. Mary’s Tower, einer Befestigungsanlage, die zur Überwachung des Gozokanals diente,
  • der Santa Marija Battery, ein kleines Küstenfort mit vier erhalten gebliebenen Kanonen aus dem Jahr 1715. Die Batterie ist frei zugänglich. und
  • einer aufgelassenen Quarantänestation aus dem 19. Jahrhundert, ein perfekter „Lost Place“, allerdings leider abgesperrt und videoüberwacht.
Alte Quarantänestation
St Mary’s Tower

Tipp: Geh unbedingt vom St. Mary’s Tower noch weiter vor zu den etwa 80 Meter hohen Klippen. Der Ausblick dort ist fantastisch und ein tolles Fotomotiv.

Da es quasi nur diesen einen Weg auf Comino gibt und die Insel wirklich klein ist, kannst du dich nicht verlaufen.

Unterwegs am Comino Walk

Essen auf Comino

Wie bereits erwähnt, gibt es keine Restaurants oder Cafés auf Comino, sondern lediglich 2 Kioske mit kleinen Snacks und Imbissen. Nimm dir daher am besten ein Lunchpaket mit und mach bei den Felsklippen mit Blick aufs Meer ein Picknick.

Übernachten auf Comino

Es gibt genau zwei Möglichkeiten, auf Comino zu übernachten: entweder im 3-Sterne-Hotel Comino oder am Campingplatz. Wer hier übernachtet, ist wirklich komplett abgeschottet.

Gut zu wissen: Die erste Fähre nach Comino geht um 8:30 Uhr, die letzte zurück nach Gozo um 16 Uhr. Wenn du also einen Sonnenauf- oder Sonnenuntergang auf Comino erleben möchtest, musst du zwangsläufig über Nacht bleiben.

Beste Reisezeit für Comino

Comino im November

Im Sommer ist es laut Einheimischen extrem heiß auf Comino. Da es keine schattenspendenen Bäume oder Ähnliches gibt, kann ich mir das auch sehr gut vorstellen. Ein Spaziergang auf der Insel ist laut Auskunft einer Einheimischen im Sommer daher nicht wirklich möglich bzw. empfehlenswert. Des Weiteren soll Comino in der Hauptsaison sehr überlaufen sein. Auch das kann ich mir nur zu gut vorstellen, da die Insel so klein ist und somit schnell voll.

Als wir im November dort waren, hatten wir die Insel hingegen quasi für uns alleine. Es waren vielleicht insgesamt so um die 10 Leute dort. Das Wetter war angenehm. Vereinzelt sind sogar noch Menschen schwimmen gegangen. Für einen entspannten Rundgang auf der Insel ist der Winter jedenfalls ideal.

Wie viel Zeit sollte man für Comino einplanen?

Comino ist überschaubar – im wahrsten Sinne des Wortes

Es reicht, wenn du für den Ausflug einen halben Tag einplanst. Der Rundweg ist etwa 7 Kilometer lang und wer ihn geht, hat wirklich alles gesehen. Wir haben etwa 3 Stunden auf der Insel verbracht und ohne Stress die ganze Insel erkundet.

Gut zu wissen: Wenn du die etwas teureren Tickets inklusive Höhlen buchst (man fährt aber nicht in die Höhlen rein), erhältst du am Rückweg noch eine spektakuläre Sicht auf Comino.

Blick auf Comino und Cominotto vom Boot aus

Fazit

Ein Ausflug nach Comino ist meines Erachtens kein absolutes Muss, wenn du in Malta bist. Wenn du noch Zeit hast, ist es nett, aber du hast auch nicht wirklich etwas verpasst, wenn du der Insel keinen Besuch abstattest.

Nun bin ich gespannt: Warst du schon mal auf Comino? Wenn ja, wie hast du die Insel empfunden? Wie war dein Eindruck?

Ein Kommentar zu „Malta: Lohnt sich ein Ausflug nach Comino?

  1. Das Wasser der Blauen Lagune ist schon unglaublich schön, daher finde ich einen Abstecher auf die Insel schon lohnenswert. Wir haben eine Kombitour Comino – Gozo gemacht, bei der wir auch an den Höhlen vorbei gefahren sind. Das war nett, und die Blaue Lagune, da wir zeitig in der Früh dort waren, auch noch nicht so überlaufen.
    Glg Christina

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