Französisch lernen: 7 Tipps, wie du deine Sprachkenntnisse (fast) kostenlos vor einer Reise aufbessern kannst

[unbezahlte Werbung/Empfehlungen]

Du möchtest deine Französischkenntnisse aufbesssern, aber kein Geld für einen teuren Sprachkurs ausgeben? Dann habe ich hier 7 tolle Tipps für dich, die du zuhause, im Café oder auf dem Weg zur Arbeit anwenden kannst. Und das Beste: Viele davon sind kostenlos oder zumindest mit sehr geringen Kosten verbunden. Die Tipps gelten prinzipiell auch für andere Sprachen, allerdings habe ich den Beitrag mit speziellen Empfehlungen für Französischlernende angereichert.

Tipp 1: Sprachpartner suchen

tipps-franzc3b6sisch-lernen_sprachtandem.png

Ein Sprachtandem ist meines Erachtens eine der besten und effizientesten Lernmethoden.

Wie funktioniert ein Sprachtandem?

Es ist eigentlich ganz einfach: Angenommen deine Muttersprache ist Deutsch und du würdest gerne Französisch lernen. Dann suchst du dir jemanden, der sehr gut Französisch spricht (idealerweise auf Muttersprachenniveau) und gerne Deutsch lernen würde. Anschließend trefft ihr euch in zwangloser, netter Atmosphäre, z.B.im Café oder Park. Wenn ihr euch gut versteht, könnt ihr später selbstverständlich auch andere Unternehmungen zusammen machen.

Am besten klärt man vorab den Ablauf. Meiner Erfahrung nach ist es ratsam, sich eine Zeit lang nur in einer Sprache zu unterhalten und anschließend in die zweite Sprache zu wechseln. Aber im Prinzip gibt es keine Regel. Erlaubt ist, was Spaß macht. 🙂

Da jeder etwas gibt und nimmt, ist der Sprachaustausch kostenlos.

Und wie findet man SprachpartnerInnen?

Für den Raum Wien kann ich vor allem die Sprachlernbörse der Uni Wien empfehlen.  Die Sprachlernbörse ist für jeden frei zugänglich, d.h. du musst nicht an der Uni studieren, um dort inserieren bzw. in Kontakt mit den anderen treten zu können.

Auch auf Facebook gibt es spezielle Gruppen, darunter z.B. Tandempartner Wien oder TANDEM WIEN, wo du nach SprachpartnerInnen suchen kannst.

Vergleichbares gibt es sicherlich auch in anderen Städten. Am besten schaust du dich bei Interesse mal in deiner Gegend um.

Tipp 2: Podcasts hören

Was ich erst letztes Jahr für mich entdeckt habe, sind fremdsprachige Podcasts. Der große Vorteil, den Podcasts bieten: Man kann sie unterwegs hören – sei es auf dem Weg zur Arbeit oder zum Sport. Damit lernt man zwar nicht im Schlaf, aber im Gehen und das ganz nebenbei.

Besonders gern mag ich den Podcast Français avec Pierre. Die Folgen gibt es auch als Videos inkl. dazugehöriger Transkriptionen und Übungen auf seinem Blog. Pierres Podcast eignet sich daher ideal zum Lernen, vor allem auch für AnfängerInnen. Einziges Manko: Die Tonqualität ist für unterwegs teils nicht optimal bzw. sind die Hintergrundgeräusche der U-Bahn, der Straßenlärm etc. zu laut.

Für Fortgeschrittene kann ich den Podcast Français Authentique – eine Mischung aus Persönlichkeits- und Sprachlernpodcast – sehr empfehlen.

Beide Podcasts findest du in der kostenlosen App Podcast Go.

Tipp 3: Lesen, lesen, lesen

Fanzösisch lernen_Tipps_Lesen
© pixabay.com

Ob Packungsbeilagen, Zeitungsartikel oder Bücher – lesen hilft ungemein beim Fremdsprachenerwerb.

Für AnfängerInnen eignen sich vor allem Kinderbücher. Die Sprache ist meist einfach gehalten, ebenso die Handlungsstränge. Als Einstiegslektüre kann ich unter anderem „Le Petit Prince*„, die Kinderbuchreihe „Le Petit Nicolas*“ sowie die (leider recht traurige) Erzählung „Oscar et la dame rose*“ empfehen.

Le Petit Prince_Französisch lernen_Einstiegslektüre
Le Petit Prince – Einstiegslektüre für Französischlernende

Wer schon etwas fortgeschritten ist, dem kann ich das Journal „Écoute sowie die roten Reclam-Bücher (Fremdsprachentexte)* ans Herz legen. Bei beiden finden sich Vokabelerklärungen, bei Letzterem gibt es thematisch eine weite Bandbreite.

Wer gerne französische Zeitungsartikel lesen möchte, ist mit der linksliberalen Tageszeitung „Libération“ gut beraten. Einziger Nachteil: Man kann online pro Tag nur 5 Artikel kostenlos lesen.

 

Tipp 4: Links für AutodidaktInnen

Neben kommunikativen, auditiven und visuellen Kompetenzen gehört – für viele leider – auch Grammatik zum Fremdsprachenerwerb dazu. Durch meine mehrjährige Tätigkeit als Nachhilfelehrerin habe ich ein ganzes Sammelsurium an Links zu Sprachlernseiten gesammelt und gebe euch nachfolgend einen kleinen Auszug der meiner Ansicht nach besten Seiten:

Die Übungen dort sind jeweils kostenlos und vor allem mit Lösungsschlüssel zur Selbstkontrolle.

Tipp 5: Aussprache trainieren

Parlez-vous francais?_Tipps zum Französischlernen

Damit du ein Gefühl für die Aussprache bekommst, empfehle ich dir, möglichst viel auf Französisch zu hören. Viele Radiosender sind kostenlos im Internet abrufbar, auch die französischen Nachrichten kann man problemlos online verfolgen. Ich empfehle dafür France 2. Sehr gut eignen sich auch Hörbücher. Mit der Zeit bekommst du auf diese Weise ein Gespür für den Rhythmus und die Melodie der Sprache.

Ich liebe beispielsweise auch französische Musik und mein Wortschatz hat sich nicht unwesentlich durch Liedtexte erweitert. Hier Empfehlungen abzugeben ist natürlich schwierig, aber sehr gerne mag ich Édith PiafCalgero, Grand Corps Malade, Zaz, Stromae, Maître Gims und Disney-Songs in der französischen Version.

 

Tipp 6: Handy und PC auf Französisch umstellen

Um die Sprache gänzlich aufzusaugen, empfehle ich, auch den PC und das Handy auf Französisch umzustellen. Ich habe beispielsweise auch Facebook auf Französisch eingestellt. Auf diese Weise umgebe ich mich, so gut es im nicht-frankophonen Ausland geht, mit Französisch. Das wirkt aufs Unterbewusste und irgendwann fällt es einem gar nicht mehr auf, dass man alles auf Französisch eingestellt hat. 🙂

Tipp 7: Sprachstammtische, Lesungen, Filmfestivals und andere Events

In Wien gibt es unzählige Events, die man als FranzösischlernendeR aufsuchen kann. Es ist bestimmt für jeden Lern- und Interessenstyp etwas dabei.

Für Cineasten

Jährlich im Frühjahr findet das Festival du film francophone statt. Wie der Name schon sagt, werden dabei nicht nur Filme aus Frankreich, sondern generell aus dem frankophonen Sprachraum (darunter Belgien, Burkina Faso, Kanada, Luxemburg und die Schweiz) gezeigt. Da das Festival immer sehr begehrt ist, sollte man sich rechtzeitig Karten besorgen.

Wer ganzjährig französische Filme sehen mag, ist im „De France„-Kino gut aufgehoben.

Für Plaudertaschen

Jeden Mittwochabend findet im Café Midi ein Französisch-Stammtisch statt. Man kann jederzeit dazustoßen, kann regelmäßig kommen oder nur hin und wieder – ohne jeglichen Zwang oder gar Verpflichtung. Die Teilnahmen am Stammtisch ist natürlich kostenlos.

Für Leseratten

Die Wiener Buchhandlung Hartliebs Bücher veranstaltet regelmäßig tolle fremdsprachige Lesungen, die zudem live gedolmetscht werden. Wirklich sehr empfehlenswert!

Für Kulturinteressierte

Wer gerne lacht und ins Kabaretts geht: Walid Azak ist ein multikultureller und multilingualer Comedian; geboren in Tunesien, aufgewachsen in Paris und Deutschland, seit 11 Jahren in Wien. Seine Shows bietet er auf Deutsch, Englisch und Französisch an und sind wirklich sehr zu empfehlen! Egal, in welcher Sprache!

Wer in Wien lebt, hat zumindest nach der Lektüre dieses Beitrags keine Ausreden mehr, nicht Französisch lernen zu können. 😉

Ich hoffe, der Beitrag hat dir gefallen und du fandest ihn hilfreich. Lass mir doch gerne dein Feedback in den Kommentaren da. Wenn du jemanden kennst, dem dieser Beitrag auch gefallen oder helfen könnte, dann leite ihn doch gerne weiter. Gerne kannst du den Artikel zudem in den sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter, Instagram etc.) teilen. Das ist wertvolle Unterstützung, die du mir geben kannst. ❤


Beitragsbild: © pixabay.com


Bei den mit * gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Wenn du darüber einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht, aber du kannst damit mich und meinen Blog unterstützen. 

14 Kommentare zu „Französisch lernen: 7 Tipps, wie du deine Sprachkenntnisse (fast) kostenlos vor einer Reise aufbessern kannst

  1. Das Einzige, was noch grob hängen geblieben ist an Französisch, ist der Satz „Quest ce que tu as fait pendant les vacances?“ Dabei weiß ich nicht mal, ob das richtig geschrieben ist. Wir hatten auch nicht die beste Lehrerin. Ich habe auch mal versucht italienisch zu lernen, aber das kann man vergessen, wenn man nicht weiß wofür. Oft bürdet man sich im Leben schon mit sovielen Sachen zu, da lohnt eine neue Sprache kaum, wenn man nicht in das Land ziehen will oder Menschen um sich herum hat, die die jeweilige Sprache sprechen. Ich finde es toll, wenn dazu jemand die Muße und die Leidenschaft hat, das durchzuziehen, aber jeder setzt seine Prioritäten woanders. Für alle, die es jedoch vorhaben, sind deine Vorschläge grandios. Kurz, verständlich und einfach schön. LG!

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s