Wenn du mich persönlich kennst oder mir schon länger folgst, dann weißt du es vermutlich bereits: Ich liebe es, kreativ zu sein. Auch hier am Blog habe ich schon mehrmals über meine kreativen Reisen berichtet, zuletzt über meine kreative Auszeit im Waldviertel 2024.
Nun war es wieder so weit – diesmal gleich für ein ganzes Wochenende. Was mich beim Kreativretreat von der wunderbaren Theresa von Schriftenvielfalt genau erwartete, wie es mir gefallen hat und welche Erkenntnisse ich mitgenommen habe, erzähle ich dir nun in diesem Beitrag.
Veganes Kreativretreat im Waldviertel – Auszeit vom Alltag
Und das erwartet dich konkret in diesem Artikel:
Anreise zum Kreativretreat im Waldviertel
Unterkunft im Sonnenhof Wildkatta
Was erwartet dich beim Kreativretreat?
Tag 1: Ankommen und Genießen
Tag 2: Zeit zum Loslassen
Tag 3: Innere Schätze und liebevolle Überraschungen
Verpflegung: Vegane Vollpension
Für wen ist dieses Kreativretreat ideal?
Fazit: Taco så mycket!
Meine Take-Aways von der kreativen Auszeit
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(Öffentliche) Anreise: So kommst du am besten nach Weikertschlag an der Thaya
Das Kreativretreat fand in der Frühstückspension Sonnenhof Wildkatta in Weikertschlag an der Thaya, im Waldviertel, statt.
Eine öffentliche Anreise von Wien ist zwar grundsätzlich möglich, umfasst allerdings zweimaliges Umsteigen und dauert insgesamt etwa 3 Stunden. Ich habe mich daher für eine Kombi-Variante entschieden und bin bis Irnfritz mit dem Zug gefahren (ca. 1,5h) und ab dort haben wir dann zu dritt eine Fahrgemeinschaft gebildet. 🙂 Die Anreise dauerte somit insgesamt etwa 2 Stunden.
Unterkunft Sonnenhof Wildkatta



In Weikertschlag angekommen wurden wir sogleich herzlich von Theresa, der Leiterin des Kreativretreats, und Katharina, der Besitzerin der Frühstückspension Sonnenhof Wildkatta begrüßt.
Anschließend haben wir unsere Zimmer bezogen. Ich hatte das Glück, ein Einzelzimmer zu haben, was ich als Hochsensible enorm schätze, da ich meinen Rückzugsraum brauche und nicht gerne mit fremden Menschen ein Zimmer teile. 😀 Alternativ kannst du das Retreat natürlich auch mit einer Person deines Vertrauens gemeinsam buchen. 😉



Alles hier ist wirklich so liebevoll gestaltet. Ich habe mich auf Anhieb sehr wohl gefühlt.
Die Unterkunft wurde übrigens erst 2024 neu eröffnet und ist somit noch ein echter Geheimtipp im Waldviertel. Insgesamt verfügt die Frühstückspension über vier Doppelzimmer und bietet somit Platz für maximal 8 Personen.
Gut zu wissen: Du kannst diese süße Unterkunft natürlich auch unabhängig vom Retreat buchen. Dann allerdings nur mit Frühstück.
Was erwartet dich beim Kreativretreat?

Da es mein erstes Kreativretreat war, wusste ich ehrlich gesagt auch vorab nicht, was mich genau erwarten würde. Aber nachdem schon die Mini-Auszeit letztes Jahr so nett war, habe ich mich ohne zu zögern darauf eingelassen und – Spoiler – es nicht bereut. 😉
Tag 1: Ankommen und Genießen
Nachdem alle Teilnehmerinnen (es waren nur Frauen :)) eingetroffen waren, bereitete Katharina zur Begrüßung eine vegane Fika, also Kaffeepause, mit veganem Rhabarberkuchen und veganen Energyballs für uns vor. Was für ein super gemütlicher Start! Da konnte selbst das Wetter (es hagelte!) die gute Stimmung nicht trüben. 🙂


Gegen 16 Uhr ging es dann mit dem offiziellen Programm und ersten kreativen Impuls los. Da das Wetter leider nicht mitspielte, musste wir unsere schöne Laube verlassen und den kreativen Part nach drinnen verlegen. Der Kreativität und Freude hat das aber freilich keinen Abbruch getan, wie man auch bereits hier sehen kann. 😀



Theresa hat uns tolle kreative Impulse gegeben und anschließend durften wir unserer eigenen Kreativität freien Lauf lassen.


Die 3 Stunden bis zum Abendessen vergingen wie im Flug.
Zum Abendessen wurden wir dann von Katharina mit veganen Linsenlaibchen mit Ofenkartoffeln und Zucchini verwöhnt – inklusive fruchtiger Nachspeise. Mhhmmm….



Anschließend haben wir den Tag – im wahrsten Sinne des Wortes – singend gemeinsam ausklingen lassen. Bereits diese paar Stunden haben ausgereicht, mein Nervensystem wieder so runterzufahren, dass sich der Alltagsstress wieder sehr weit weg angefühlt hat.
Tag 2: Zeit zum Loslassen
Den zweiten Tag haben wir mit ein paar Schreibimpulsen zum Thema Loslassen, die Theresa für uns vorbereitet hatte, begonnen und mir ist wieder bewusst geworden, dass es doch einiges in meinem Leben gibt, das ich gerne loslassen möchte. Dafür braucht es manchmal Mut und Kraft.
Passenderweise erhielt ich genau zum Frühstück die Affirmation „In mir ist Kraft“.



Die Zeit zwischen den Mahlzeiten haben wir dann wieder kreativ verbracht – versorgt mit tollen Impulsen, Tipps und tatkräftiger Unterstützung von Theresa. Ich habe unter anderem gelernt, wie man eine Falzmaschine bedient! 😀
Und so hat übrigens eines meiner Projekte ausgesehen:



Theresa hatte wieder so unglaublich viele tolle Materialien mit, dass wir vermutlich 3 Wochen hätten bleiben können. 😀
Die stille Stunde dazwischen habe ich unter anderem für einen kleinen Spaziergang und ein weiteres kreatives Projekt genutzt. 🙂 Wenn ich mal in Fahrt bin, dann bin ich nicht mehr zu stoppen. Haha. 😀



Als High Sensation Seeker war meine größte Sorge vorab ja, dass es zu viele Pausen geben und mir langweilig werden könnte. Das ist zum Glück aber gar nicht eingetreten. Theresa hat wirklich alles perfekt geplant, sodass es weder zu stressig war noch zu lange Pausen waren, sondern eben genau richtig (für mich). 🙂
Nach dem Abendessen haben wir dann wieder gemeinsam gesungen. Die Auswahl der Lieder hätte nicht treffender sein können. Sie waren wirklich so heilsam und berührend. Hier ein kleiner Auszug:
Tag 3: Innere Schätze und liebevolle Überraschungen
oder: Wieso vergeht die Zeit hier so schnell?
Der dritte Tag stand unter dem Motto „Geschenke“. Zunächst wurden wir von Theresa wieder mit einer Guten-Morgen-Affirmation, verpackt in einem wunderschönen Origami-Glückskeks, beschenkt, dann bekamen wir die Aufgabe, für alle anderen eine kleine Botschaft zu malen oder zu schreiben, die sie dann mit nach Hause nehmen (super schöne Idee!!) und zum Abschluss haben wir auch noch eine kleine Topfpflanze geschenkt bekommen. 🙂



Abgesehen davon nehme ich aber auch viele immateriellen Schätze mit: angefangen von der inneren Ruhe, die sich wieder eingestellt hat über schöne Begegnungen und Gespräche bis hin zu wertvollen Erkenntnissen, die ich hoffentlich in meinen Alltag integrieren werde.
Und hier abschließend auch noch ein Auszug der finalen Schätze der anderen Teilnehmerinnen:



Wirklich Wahnsinn, was in der kurzen Zeit alles entstanden ist, oder?
Wie bereits erwähnt, wurden wir auch kulinarisch so verwöhnt, was das Retreat perfekt abrundete.
Katharinas vegane Kochkünste
Im Retreat inkludiert war eine (vegane) Vollverpflegung. Hier ein Auszug der veganen Köstlichkeiten, mit denen Katharina aufwartete:




Gut zu wissen: Eine vegane Verpflegung ist problemlos möglich. Gib aber unbedingt bei der Buchung an, wenn du vegan lebst oder Unverträglichkeiten hast.
Für wen ist dieses Kreativretreat ideal?
Dieses Retreat ist – nanonaned – für alle geeignet, die gerne kreativ sind oder etwas Kreatives ausprobieren wollen. Es ist ideal, wenn du dich nach einer Auszeit vom Alltag(sstress) sehnst, einfach mal abschalten und Abstand gewinnen möchtest.
Gut zu wissen: Du brauchst keine Voraussetzungen für dieses Kreativretreat und auch keine Materialien. Theresa bietet alles vor Ort. 🙂
Fazit: Taco så mycket!



Einfach mal abschalten, nichts tun müssen, einfach sein dürfen – all das und noch viel mehr war das Kreativretreat für mich.
Theresa hat mit viel Liebe und Feingefühl einen Raum geschaffen, in dem nicht nur Kreativität, sondern auch Verbindung, Leichtigkeit und Tiefe Platz hatten. Ich bin von Herzen dankbar dafür.
Als ich am Sonntag in den Zug steige, nehme mir fest vor, mir auch im Alltag wieder öfter kleine Auszeit-Inseln zu schaffen.
Meine persönlichen Take-Aways von der kreativen Auszeit im Waldviertel:
- Sich mit anderen zu vergleichen ist sinnlos. Jeder ist auf seine ganz eigene Art und Weise kreativ, nichts ist besser oder schlechter, sondern nur anders. Und wie schön ist es eigentlich, dass man an der Handschrift die Kunstwerke jedes Einzelnen erkennen kann?
- Es gibt immer wieder etwas, das wir loslassen dürfen – sei es unser Perfektionsmus, unsere Erwartungen, die Sorge, nicht gut genug zu sein oder Alltagslasten.
- Eine kurze Auszeit reicht bereits, um das Nervensystem wieder runterzufahren und neue Perspektiven zu bekommen.
Und wenn du nun auf den Geschmack gekommen bist, dann schau unbedingt mal bei Theresa aka Schriftenvielfalt vorbei. Der Termin für das nächste Kreativretreat steht bereits!
Und nun bin ich neugierig: Warst du schon mal auf einem Kreativretreat oder würde dich so etwas interessieren? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen! Ich bin gespannt!
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*Offenlegung: Vielen herzlichen Dank für die Einladung zum Kreativretreat! Die Unterkunft habe ich selbst bezahlt.