10 Dinge, die du in Wien vermeiden solltest

Wien ist immer eine Reise wert. Was du in Wien unbedingt machen solltest, habe ich dir bereits in meinem Beitrag 100 Dinge, die du in Wien gemacht haben solltest verraten. Wie in anderen Großstädten, locken aber auch hier viele Touristenfallen. Damit du deinen Wien-Städtetrip so richtig genießen kannst und nicht in klassische Touristenfallen tappst oder gar bei den Wienern aneckst, habe ich dir hier eine Liste an 10 Dingen, die du in Wien besser vermeiden solltest, zusammengestellt. Natürlich kommt auch der Humor dabei nicht zu kurz. Manches ist daher durchaus mit Augenzwinkern zu lesen. Ich wünsche eine unterhaltsame sowie lehrreiche Lektüre!

1. Auf der Rolltreppe links stehen

10 Dinge, die du in Wien vermeiden solltest.jpg

In Wien heißt es „links gehen, rechts stehen“. Dies zu missachten gleicht einem fast unverzeihlichen Fauxpas. Wer also ein grantiges „Tschuidigung, kaun i do moi durch“ hinter sich hört, steht mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf der falschen Seite.

2. In der U-Bahn-Station Stephansplatz durch die Nase einatmen

Die wenigsten können den ungewöhnlichen Geruch in der U1-Station Stephansplatz richtig zuordnen. Ich finde der Gestank erinnert an vormaligen Mageninhalt. Wie auch immer, mein Tipp (vor allem für empfindliche Mägen): Beim Durchqueren der U-Bahn-Station am besten die Luft anhalten.

Der Grund für die olfaktorische Eigenheit ist übrigens das Material (Wasserglas), das beim Bau der U1 in den 70er Jahren verwendet wurde. Wasserglas reagiert mit den anderen verwendeten Materialien, wodurch dieser eigenartige Geruch entsteht.

3. Brötchen, Weinschorle und Tüte sagen

Wer sich nicht gleich als „Piefke“ outen möchte, sollte die Wörter Brötchen, Weinschorle und Tüte lieber meiden und stattdessen auf die österreichischen Begriffe Weckerl, Spritzer und Sackerl zurückgreifen. Natürlich versteht jeder Wiener, was ein Brötchen, eine Weinschorle und eine Tüte ist, das hält sie jedoch nicht davon ab, herablassend zu schauen oder sich gar despektierlich zu äußern.

4. Fiaker fahren

Touristenfalle Wien Fiaker fahren.jpg

Sich ein Mal in der Pferdekutsche durch den ersten Bezirk kutschieren lassen – vermutlich steht das bei vielen beim ersten Wien-Besuch auf der Liste, doch ein Wiener würde das nie tun.  Es handelt sich um eine klassische Touristenfalle, die obendrein Tierquälerei unterstützt. Mein Tipp daher: Lieber durch Wien spazieren. Das ist sowieso am schönsten!

5. Nur die Touri-Hotspots besichtigen

Wien hat auch abseits der Touristenhotspots (Schönbrunn, Stephansdom und Belvedere) sehr viel zu bieten. Wer nur die klassischen Sehenswürdigkeiten abklappert, verpasst wirklich viel. Wenn du auf der Suche nach Wien-Tipps abseits des Mainstreams bist, dann schau dich doch mal hier am Blog genauer um:

6. Sonntags einkaufen gehen

Wien kann sich wahrlich nicht mit großzügigen Öffnungszeiten rühmen. Während in vielen anderen europäischen Großstädten Supermärkte 24/7 geöffnet haben, sperren in Wien samstags die Lebensmittelläden um 18 Uhr zu und sonntags bleiben bis auf wenige Ausnahmen alle Geschäfte geschlossen. Zu den Ausnahmen zählen vor allem zwei Adressen, wo sich gefühlt am Sonntag dann ganz Wien trifft: der Billa am Praterstern und jener am Franz-Joseph-Bahnhof. Kassaschlangen bis ans Ende des Supermarkts sind hier keine Seltenheit. Es ist also deutlich zeit- und nervensparender, alles vorher zu besorgen.

7. (Im Sommer) mit der U6 fahren

Die U6 ist mit Abstand die grindigste U-Bahn Wiens. Woran das genau liegt, kann und will ich nun nicht genauer erläutern, jedenfalls meide ich sie, wo es nur geht. Eine Fahrt im Hochsommer ist die Spitze des Ekels.  Mein Tipp (abgesehen von der Vermeidungsstrategie): Nie ohne Desinfektionsmittel einsteigen!

Lesetipp: Die Tagespresse hat einen sehr unterhaltsamen Artikel über die U6 verfasst.

8. Ohne Reservierung frühstücken gehen

Frühstücken in Wien_Tipps_Deli am Naschmarkt
Frühstücken im Deli am Naschmarkt – sehr zu empfehlen, allerdings sollte man am Wochenende unbedingt vorab reservieren.

Wer samstagmorgens nicht stundenlang hungrig herumirren möchte, sollte auf jeden Fall vorab einen Tisch zum Frühstücken/Brunchen reservieren. Wunderbar frühstücken lässt es sich beispielsweise in der Vollpension, im Deli am Naschmarkt, im Orient und Occident oder in der Wäscherei.

Weitere kulinarische Tipps findest du in meinem Vienna Foodguide.

9. Sich am Naschmarkt abzocken lassen

Du bestellst 100 Gramm und plötzlich befinden sich 300 Gramm in deinem Sackerl und statt 5 Euro sind es plötzlich 15 Euro, die man ausgibt. Das ist am Naschmarkt leider keine Seltenheit. Selbst mir als Nicht-Touri ist das schon des Öfteren passiert. Hier gilt es also aufzupassen!

10. Überteuerte Sachertorte essen

Kein Wiener würde ins Café Sacher auf einer Sachertorte gehen. Viel zu teuer und touristisch. Wer auf köstliche Mehlspeisen steht, sollte die Vollpension aufsuchen. Dort wird fast durchgehend frisch gebacken und die Preise sind fair. Auch die Konditorei Aida bietet leckere Sachertorten an.

Und nun bin ich wie immer neugierig: Warst du schon mal in Wien? Wenn ja, wie hat es dir gefallen? Waren die aufgelisteten Dinge neu für dich oder kanntest du die meisten schon? Fallen dir vielleicht noch weitere Dinge ein, die man in Wien vermeiden sollte? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Meine Bloggerkollegin Christine vom Reiseblog Die bunte Christine hat übrigens einen ähnlichen und lesenswerten Beitrag über London geschrieben: 10 Dinge, die du in London vermeiden solltest


verlinkt mit Soulsister meets friends

9 Kommentare zu „10 Dinge, die du in Wien vermeiden solltest

  1. Hallo Julie! Was für ein interessanter Bericht. Toll, die Reise mal von der anderen Seite zu betrachten. Wir waren schon im schönen Wien (leider bei 37 Grad C) und sind in die Tourifallen getappt. Allerdings würde ich hier in meiner Heimat nicht erwarten, dass jemand seine Heimatsprache ablegen muss und darf dann auch ruhig seine Weckerl im Sackerl bestellen, ohne schief angeschaut zu werden. Bei unserer nächsten Reise, werden wir uns an Deine Tipps erinnern!! Viele Grüße Birgit

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  2. Hallöle, deinen Vermeidungs-post habe ich mit Freude gelesen. Wir waren insgesamt dreimal in Wien. Zwewimal im Sommer und einmal im Dezember und ich muss sagen, Wien hat mir zu jeder Jahreszeit gefallen. Von deinen Negativ-Topten habe ich eigentlich keines erlebt. Oder ich muss es zugeben, es anders empfunden. Ich gestehe, wir sind Fiaker gefahren. Zur „Entschuldigung“ kann ich sagen, wir hatten Silberhochzeit und haben das mit einem Augenzwinkern gemacht, weil wir uns dachten, wenn nicht zur 25 Jahr-Feier, wann dann? Klar sauteuer, aber sorry zu unserem Anlass gefiel es mir.
    Wir haben bei unseren drei Besuchen natürlich auch einige touristische Highlights besucht. Aber auch viel Spannendes abseits des Mainstreams entdeckt.
    Ein Ort, der mir besonders gut gefiel, war das Museumsquartier und die Ufertaverne an der alten Donau.
    Das war damals ein Tipp einer Wiener Bloggerin und wir haben dort unsere Silberhochzeit „gefeiert“, sprich lecker gegessen und getrunken.

    Ach, ich mag Wien!!
    GLG, Monika

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  3. Liebe Julie,
    ich habe herzlich gelacht. Danke für die Tipps. Einiges ist aber auch sehr sinnvoll. Ich würde zum Beispiel noch ergänzen, dass es sich (meiner Meinung) nach nicht lohnt, den Prater im Winter zu besuchen. Viele Geschäfte haben zu und die Stimmung ist eher ruhig. Die Zeit würde ich dann eher in andere Sehenswürdigkeiten investieren.
    Viele Grüße
    Henrik

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    1. Lieber Henrik,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar und dein Feedback! Das freut mich wirklich sehr!
      Da bin ich absolut deiner Meinung! Der Prater lohnt sich gar nicht! Ich hatte allerdings bisher das Gefühl, dass ich damit eher alleine bin … Gut zu wissen, dass dem nicht so ist. 🙂
      Viele liebe Grüße
      Julie

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